Dr. Bernhard Lauxmann (geb. Kirchmeier)

Universitätsassistent (Postdoktorand)
stv. Institutsvorstand

Schenkenstr. 8-10

A-1010 Wien

Tel.: +43-1-4277-32858

Fax: +43-1-4277-8-32858

bernhard.lauxmann@univie.ac.at

Info

Ich bin von 07/2020 bis 03/2021 in Karenzzeit. Ich freue mich über die Geburt meines Kindes und stehe bis Anfang März für Vorträge, Projekte oder Kooperationen nicht zur Verfügung. Meine E-Mails rufe ich unregelmäßig ab.

Sprechstunde

nach Vereinbarung per E-Mail

Kurzbiographie

  • Geboren am 29.03.1989 in Scharten (Oberösterreich)
  • Evangelischer Theologe (2007 Studienbeginn, 2012 Sponsion, 2016 Promotion) mit gesteigerter Neugierde (seit 2018 Arbeit am Habilitationsprojekt)
  • Prägende Lebensstationen in Wien, Wuppertal, Bochum und Göttingen
  • verheiratet mit Lydia Lauxmann
  • eine Tochter, Judith (*2020)

Ausbildung

  • 11/2017: Abschluss des Verlagsvolontariats in der Verlagsgruppe Vandenhoeck & Ruprecht im Wissenschaftslektorat für Theologie, Religion und Religionswissenschaft (V&R Academic)
  • 03/2016: Abschluss des Doktoratsstudiums Evangelische Theologie und Promotion zum Doktor der Theologie, Titel der praktisch-theologischen Dissertation: "Glaubensempfehlungen. Eine anthropologische Sichtung zeitgenössischer Predigtkultur" | Dr. theol.
  • 10/2012: Abschluss des Studiums Evangelische Fachtheologie und Sponsion zum "Magister der Theologie", Titel der Diplomarbeit: "Predigt von Angesicht zu Angesicht. Überlegungen zu Klaas Huizings Rede vom 'Portrait Christi' als Beitrag zu einer physiognomischen Homiletik" | Mag. theol
  • 2007–2012: Studium Evangelische Theologie und Deutsche Philologie an der Universität Wien sowie an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal/Bethel
  • 06/2007: Reifeprüfung (Matura) am Gymnasium Dachsberg der Oblaten des Hl. Franz von Sales in Prambachkirchen

Karriere

  • seit 10/2018: Stellvertretender Institutsvorstand des Instituts für Praktische Theologie und Religionspsychologie der Universität Wien
  • seit 02/2018: Universitätsassistent (post doc) am Institut für Praktische Theologie und Religionspsychologie der Universität Wien
  • 12/2016–01/2018: Projektmanager im Wissenschaftslektorat für Theologie, Religion und Religionswissenschaft der Verlagsgruppe Vandenhoeck & Ruprecht (V&R Academic) | Göttingen
  • 11/2015–10/2016: Wissenschaftlicher Mitarbeiter (post doc) am neu gegründeten Institut für Religion und Gesellschaft der Ruhr-Universität Bochum
  • 11/2012–10/2015: Universitätsassistent (prae doc) am Institut für Praktische Theologie und Religionspsychologie der Universität Wien

Auszeichnungen

  • 2017: Finanzielle Förderung der Drucklegung der Dissertation durch den Evangelischen Bund Österreich sowie durch die Österreichische Forschungsgemeinschaft (ÖFG) auf Basis eines anonymen Fachgutachtens
  • 2015: Kompetitives Abschlussstipendium der Universität Wien (nicht angenommenen)
  • 2014: Forschungsförderung zum Juniorsymposion "RELIGIÖS: empfehlenswert? praktisch" durch die Raiffeisen Zentralbank
  • 2013: Würdigungspreis des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung in Anerkennung hervorragender Studienleistungen
  • 2011: Wilhelm-Dantine-Leistungsstipendium des Dr. Wilhelm Dantine-Gedächtnisfonds der Evangelischen Kirche in Österreich sowie Leistungsstipendium der Universität Wien

Forschungsschwerpunkte

  • Christsein und Social Media (YouTube, Christfluencer und #DigitaleKirche)
  • Homiletik und Predigtpraxis (religiöse Rede in der Spätmoderne)
  • Theologische Anthropologie und Subjekttheorie
  • Zeichentheorie und Semantische Analyse
  • Hermeneutik gegenwärtiger Glaubenskulturen (Predigt-, Bekenntnis-, Feier-, Text- und Alltagskulturen)
  • Doing Singularity im Christentum
  • Rituale (Ritualdesign, Neue Rituale, Scheidungs- & Trennungsrituale, populäre Ritualratgeber)

Projekte

  • 2021: Netzwerk Tagung 7 - Praktisch-Theologisches Fach- und Nachwuchsforum
    Das praktisch-theologische Nachwuchsnetzwerk trifft sich 2021 im Spätsommer/Herbst erstmals in Wien. Ein Treffen von Qualifikanden für Qualifikanden, offen für alle, die sich einbringen möchten und mit viel Raum für die gegenseitige Vorstellung und Diskussion eigener Projekte. Praktisch-theologisch forschen heißt interdisziplinär zu arbeiten – mit allen Risiken, die dazu gehören. Wir laden daher bewusst Expert*innen aus anderen Fächern ein, um mit ihrer Fachperspektive auf unsere Projekte zu schauen.
  • 2018–2024: Christsein in der Spätmoderne. Doing Singularity und die Einzigartigkeit des Christenmenschen im 21. Jahrhundert (Habilitationsprojekt)
    Was heißt Christsein – und wie geht das? Wie die Gesellschaft, so folgt auch das Christsein heute einer Logik des Besonderen. Es ist Doing Singularity. Das einzigartige Privatritual, die unverwechselbare religiöse Biografie, ein persönlichkeitsspezifisches Credo, die bewusst zusammengestellte Patchwork-Religion – all das steht in der Gesellschaft der Singularitäten hoch im Kurs. Selbst der römische Papst kritisiert mittlerweile Standardmodelle fürs Christsein. Im Rückgriff die Theoriebildung des Soziologen Andreas Reckwitz analysiere ich konkrete Online- und Offlinepraktiken, durch die Christen und Christinnen abseits traditioneller Standardprogramme ihren christlichen Lebensstil besondern und so ihre christliche Identität profilieren. Im Fokus stehen dabei exemplarische SNS-Akteur*innen (SNS = Social Network Sites). Ziel ist ein soziotheologischer und zeitgenössischer Beitrag zum Verständnis des spätmodernen Christseins, der vor allem auch um den Wert kulturkosmopolitischer Offenheit weiß. Denn: Ein Christsein, das wirklich zu dir passt, setzt in der Spätoderne die Kombination einer Vielzahl unterschiedlicher Elemente verschiedener kultureller Herkunft voraus. Das heißt auch: Ein kulturell "reines Christsein" gibt es nicht.
  • 2019: Prospektive Glaubenskultur – Offenes Fachgespräch zur Zukunft des Christseins
    Im Spätsommer trifft sich ein internationales und interdisziplinäres Team, um vorhandene Ressourcen der christlichen Glaubenskultur daraufhin zu befragen, was es künftig braucht, damit Christsein auch morgen lebbar bleibt. Christliche Religiosität im Kontext von Social Media bildet dabei ein wichtiges Reflexions- und Experimentierfeld.
  • 2012–2017: "Glaubensempfehlungen. Eine anthropologische Sichtung zeitgenössischer Predigtkultur" (Dissertationsprojekt)
    Die Dissertation erschien 2017 in der Reihe "Arbeiten zur Praktischen Theologie" (Evangelische Verlagsanstalt Leipzig). Die Studie erhellt den Zusammenhang von Anthropologie und Homiletik durch ein Verständnis von Predigt als Glaubensempfehlung. Die Rekonstruktion der semantischen Predigtcodierung zeigt, welche Glaubensvorstellungen beim Predigen nahegelegt werden. "Dieses Buch muss man gelesen haben!", meint Volker A. Lehnert in der Theologischen Literaturzeitung
  • 2012–2014: "Projekt.Predigt" (Gesprächsreihe/Praxisstudie)
    In Predigtnachgesprächen wurde sichtbar, dass Menschen beim Predigthören mitpredigen. Ziel des Projekts war der Austausch über Hörerfahrungen als Ausdruck religiöser Kompetenz.
  • 2013–2015: "RELIGIÖS: empfehlenswert? praktisch?" (Veranstaltung und Kongressband)
    Mit Unterstützung der Raiffeisen Zentralbank fand in Wien ein Symposion für Jungwissenschaftlerinnen statt. Der Austausch über internationale Forschung sowie die Vernetzung junger Theologinnen gipfelte in einem Sammelband.

Publikationen

Auswahl

  • Bis die semantischen Fetzen fliegen! YouTube als  Arena gegenwärtiger Predigtkultur – Gefechte ums Christsein am Beispiel von "Jana", in: U. Heil/A. Schellenberg (Hrsg.): Theologie als Streitkultur (WJTh 13), Göttingen: Vienna University Press / Vandenhoeck & Ruprecht unipress (geplant für 2021).
  • „Wir müssen den Blick auf Spiritualität/Religiosität neu justieren!“ Das Singularisierungstheorem als Herausforderung der interdisziplinären Religionsforschung, in: A. Haußmann/N. Schleicher/P. Schüz (Hrsg.): Entdeckung der inneren Welt (Arbeitstitel), Tübingen: Mohr-Siebeck (im Erscheinen).
  • Unliebsame Rituale in: Saat. Evangelische Zeitung für Österreich, hrsg. vom Evangelischen Presseverband in Österreich, in: Saat. Evangelische Zeitung für Österreich 67/7 (2020), hrsg. vom Evangelischen Presseverband in Österreich, 14.
  • Predigt als ‚Stimme der Wahrheit‘. Irritationen in Zeiten großer Regression, in: Standpunkt. Zeitschrift des Evangelischen Bundes in Österreich, Heft 231 (2018), 3–15.
  • Glaubensempfehlungen. Eine anthropologische Sichtung zeitgenössischer Predigtkultur (APrTh 67). Leipzig: Evangelische Verlagsanstalt, 2017 (Promotionsschrift, 448 Seiten).
  • (als Hrsg.): Empfehlenswert und praktisch! Perspektiven junger Theologinnen und Theologen auf die Lebensdienlichkeit christlicher Religionskultur. Leipzig: Evangelische Verlagsanstalt 2015 (Tagungsband, 170 Seiten).
  • (als Bearb.): K.-H. Bieritz: Kommunikative Grundlagen des seelsorglichen Gesprächs, in: W. Engemann (Hrsg.): Handbuch der Seelsorge. Grundlagen und Profile. Leipzig: Evangelische Verlagsanstalt, 32016, 159–181.
  • "Promotion of life". Reflections on the intentional character of religious practice – Lebensdienlichkeit. Erwägungen zum intentionalen Charakter religiöser Praxis, in: W. Engemann (Hrsg.): Menschsein und Religion. Anthropologische Probleme und Perspektiven der religiösen Praxis des Christentums (Wiener Forum für Theologie und Religionswissenschaft 11). Göttingen: Vienna University Press / Vandenhoeck & Ruprecht unipress, 2016, 165–183.
  • Zweck und Wirkung religiöser Praxis. Ein Plädoyer für lebensdienliche Glaubensempfehlungen, in: ders. (Hrsg.): Empfehlenswert und praktisch! Perspektiven junger Theologinnen und Theologen auf die Lebensdienlichkeit christlicher Religionskultur. Leipzig: Evangelische Verlagsanstalt, 2015, 11–38.
  • Predigt als Glaubensempfehlung. Zum praktisch-theologischen Leitbegriff der Kommunikation des Evangeliums, in: ders. (Hrsg.): Empfehlenswert und praktisch! Perspektiven junger Theologinnen und Theologen auf die Lebensdienlichkeit christlicher Religionskultur. Leipzig: Evangelische Verlagsanstalt, 2015, 107–116.
  • Stolz als positive Ressource des Glaubens? Implizite Empfehlungen im Kontext christlicher Predigtkultur und ihre anthropologische Kritik, in: W. Engemann (Hrsg.): Glaubenskultur und Lebenskunst. Interdisziplinäre Herausforderungen zeitgenössischer Theologie (WJTh 10). Göttingen: Vienna University Press / Vandenhoeck & Ruprecht unipress, 2014, 257–277.
  • (gem. mit V. Schirl): Opfern – Morden – Ertränken. Ein interdisziplinärer Beitrag zu fiktiven Glaubenskulturen und individuellen Glaubensformen am Beispiel des Bestsellers A Song of Ice and Fire, in: W. Engemann (Hrsg.): Glaubenskultur und Lebenskunst. Interdisziplinäre Herausforderungen zeitgenössischer Theologie (WJTh 10). Göttingen: Vienna University Press / Vandenhoeck & Ruprecht unipress, 2014, 87–120.
  • Drei Kommunikationsmodi – eine Funktion? Erwägungen zum Zweck der Kommunikation des Evangeliums, in: M. Domsgen/B. Schröder (Hrsg.): Kommunikation des Evangeliums. Leitbegriff der Praktischen Theologie (FS Christian Grethlein; APrTh 57). Leipzig: Evangelische Verlagsanstalt, 2014, 33–48.

Einträge in der u:cris-Datenbank der Universität Wien


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2021


Lauxmann B. Bis die semantischen Fetzen fliegen! YouTube als Arena gegenwärtiger Predigtkultur – Gefechte ums Christsein am Beispiel von "Jana". in Theologie als Streitkultur. Vandenhoeck & Ruprecht. 2021. (Wiener Jahrbuch für Theologie).


2020


Lauxmann B. Predigt zu Hes 34,1-16.31 (Misericordias Domini). in Schult M, Hrsg., Er ist unser Friede. Lesepredigten: Textreihe III, Bd. 1. Leipzig: Evangelische Verlagsanstalt. 2020


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