Dr. Bernhard Lauxmann

Universitätsassistent (Postdoktorand)

Schenkenstr. 8-10

A-1010 Wien

Tel.: +43-1-4277-32858

Fax: +43-1-4277-8-32858

bernhard.lauxmann@univie.ac.at

Sprechstunde

nach Vereinbarung per E-Mail

Ausbildung

  • 11/2017: Abschluss des Verlagsvolontariats in der Verlagsgruppe Vandenhoeck & Ruprecht im Wissenschaftslektorat für Theologie, Religion und Religionswissenschaft (V&R Academic)
  • 03/2016: Abschluss des Doktoratsstudiums Evangelische Theologie und Promotion zum Doktor der Theologie, Titel der praktisch-theologischen Dissertation: "Glaubensempfehlungen. Eine anthropologische Sichtung zeitgenössischer Predigtkultur" | Dr. theol.
  • 10/2012: Abschluss des Studiums Evangelische Fachtheologie und Sponsion zum "Magister der Theologie", Titel der Diplomarbeit: "Predigt von Angesicht zu Angesicht. Überlegungen zu Klaas Huizings Rede vom 'Portrait Christi' als Beitrag zu einer physiognomischen Homiletik" | Mag. theol
  • 2007–2012: Studium Evangelische Theologie und Deutsche Philologie an der Universität Wien sowie an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal/Bethel
  • 06/2007: Reifeprüfung (Matura) am Gymnasium Dachsberg der Oblaten des Hl. Franz von Sales in Prambachkirchen

Karriere

  • seit 02/2018: Universitätsassistent (post doc) am Institut für Praktische Theologie und Religionspsychologie der Universität Wien
  • 12/2016–01/2018: Projektmanager im Wissenschaftslektorat für Theologie, Religion und Religionswissenschaft der Verlagsgruppe Vandenhoeck & Ruprecht (V&R Academic) | Göttingen
  • 11/2015–10/2016: Wissenschaftlicher Mitarbeiter (post doc) am neu gegründeten Institut für Religion und Gesellschaft der Ruhr-Universität Bochum
  • 11/2012–10/2015: Universitätsassistent (prae doc) am Institut für Praktische Theologie und Religionspsychologie der Universität Wien
  • 2008–2011: Verschiedene Tätigkeiten während des Studiums, z.B. Studienassistent am Institut für Neutestamentliche Wissenschaft der Universität Wien, Tutor im Bereich Missions- und Religionswissenschaften an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal/Bethel, Pädagogischer Mitarbeiter im Verein »Europa.Geschichte.Identität« und Telefoninterviewer bei Karmasin Markt- und Motivforschung
  • geboren 1989 in Wels, Oberösterreich

Auszeichnungen

  • 2017: Finanzielle Förderung der Drucklegung der Dissertation durch den Evangelischen Bund Österreich sowie durch die Österreichische Forschungsgemeinschaft (ÖFG) auf Basis eines anonymen Fachgutachtens
  • 2015: Kompetitives Abschlussstipendium der Universität Wien (nicht angenommenen)
  • 2014: Forschungsförderung zum Juniorsymposion "RELIGIÖS: empfehlenswert? praktisch" durch die Raiffeisen Zentralbank
  • 2013: Würdigungspreis des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung in Anerkennung hervorragender Studienleistungen
  • 2011: Wilhelm-Dantine-Leistungsstipendium des Dr. Wilhelm Dantine-Gedächtnisfonds der Evangelischen Kirche in Österreich sowie Leistungsstipendium der Universität Wien
  • 2010: Aufnahme ins Netzwerk "students4excellence"
  • 2007: Preis für die beste Fachbereichsarbeit im Unterrichtsfach Evangelische Religion

Forschungsschwerpunkte

  • Homiletik und Predigttheorie
  • Anthropologie, Religionspsychologie sowie zeitgenössische Subjekt- & Gesellschaftstheorien
  • Kommunikations- & Zeichentheorie
  • Religionshermeneutik und theologische Ästhetik gegenwärtiger Glaubenskulturen

Projekte

  • 2018–2023: Von der Einzigartigkeit eines Christenmenschen. Christsein zwischen Singularisierungs- und Standardisierungspraktiken (Habilitationsprojekt)
    Das Christsein folgt einer Logik des Besonderen. Es ist Doing Singularity. Das einzigartige Privatritual, die unverwechselbare religiöse Biographie, das persönlichkeitsspezifische Credo, die ganz besondere Trauung, der s.g. "magic moment", die selbsterfundene Patchwork-Religion – all das steht in der Gesellschaft der Singularitäten hoch im Kurs. Selbst der römische Papst kritisiert Standardmodelle fürs Christsein, Gaudete et exsultate liest sich wie eine Programmschrift für singuläres Christsein im Katholizismus. Sind Christen und Christinnen heute wirklich x-mal einmalig? Was bedeutet singularisiertes Christsein für protestantische Frömmigkeitsstandards wie Bibel und Gesangbuch? Leistet regelmäßiger Gottesdienstbesuch mittlerweile einzigartige Nostalgie-Momente? Wie ist das Bemühen um Gemeinden mit Profil zu bewerten?
    Ziel ist ein Beitrag zum Verständnis zeitgenössischen Christseins.
  • 2012–2017: "Glaubensempfehlungen. Eine anthropologische Sichtung zeitgenössischer Predigtkultur" (Dissertationsprojekt)
    Die Dissertation erschien 2017 in der Reihe "Arbeiten zur Praktischen Theologie" (Evangelische Verlagsanstalt Leipzig). Die Studie erhellt den Zusammenhang von Anthropologie und Homiletik durch ein Verständnis von Predigt als Glaubensempfehlung. Die Rekonstruktion der semantischen Predigtcodierung zeigt, welche Glaubensvorstellungen beim Predigen nahegelegt werden
  • 2012–2014: "Projekt.Predigt" (Gesprächsreihe/Praxisstudie)
    In Predigtnachgesprächen wurde sichtbar, dass Menschen beim Predigthören mitpredigen. Ziel des Projekts war der Austausch über Hörerfahrungen als Ausdruck religiöser Kompetenz.
  • 2013–2015: "RELIGIÖS: empfehlenswert? praktisch?" (Veranstaltung und Kongressband)
    Mit Unterstützung der Raiffeisen Zentralbank fand in Wien ein Symposion für Jungwissenschaftlerinnen statt. Der Austausch über internationale Forschung sowie die Vernetzung junger Theologinnen gipfelte in einem Sammelband.

Publikationen

Publikationen in Auswahl

  • Predigt als ‚Stimme der Wahrheit‘. Irritationen in Zeiten großer Regression, in: Standpunkt. Zeitschrift des Evangelischen Bundes in Österreich, Heft 231 (2018), 3–15.
  • Glaubensempfehlungen. Eine anthropologische Sichtung zeitgenössischer Predigtkultur (APrTh 67). Leipzig: Evangelische Verlagsanstalt, 2017 (Promotionsschrift, 448 Seiten).
  • (als Hrsg.): Empfehlenswert und praktisch! Perspektiven junger Theologinnen und Theologen auf die Lebensdienlichkeit christlicher Religionskultur. Leipzig: Evangelische Verlagsanstalt 2015 (Tagungsband, 170 Seiten).
  • (als Bearb.): K.-H. Bieritz: Kommunikative Grundlagen des seelsorglichen Gesprächs, in: W. Engemann (Hrsg.): Handbuch der Seelsorge. Grundlagen und Profile. Leipzig: Evangelische Verlagsanstalt, 32016, 159–181.
  • "Promotion of life". Reflections on the intentional character of religious practice – Lebensdienlichkeit. Erwägungen zum intentionalen Charakter religiöser Praxis, in: W. Engemann (Hrsg.): Menschsein und Religion. Anthropologische Probleme und Perspektiven der religiösen Praxis des Christentums (Wiener Forum für Theologie und Religionswissenschaft 11). Göttingen: Vienna University Press / Vandenhoeck & Ruprecht unipress, 2016, 165–183.
  • Zweck und Wirkung religiöser Praxis. Ein Plädoyer für lebensdienliche Glaubensempfehlungen, in: ders. (Hrsg.): Empfehlenswert und praktisch! Perspektiven junger Theologinnen und Theologen auf die Lebensdienlichkeit christlicher Religionskultur. Leipzig: Evangelische Verlagsanstalt, 2015, 11–38.
  • Predigt als Glaubensempfehlung. Zum praktisch-theologischen Leitbegriff der Kommunikation des Evangeliums, in: ders. (Hrsg.): Empfehlenswert und praktisch! Perspektiven junger Theologinnen und Theologen auf die Lebensdienlichkeit christlicher Religionskultur. Leipzig: Evangelische Verlagsanstalt, 2015, 107–116.
  • Stolz als positive Ressource des Glaubens? Implizite Empfehlungen im Kontext christlicher Predigtkultur und ihre anthropologische Kritik, in: W. Engemann (Hrsg.): Glaubenskultur und Lebenskunst. Interdisziplinäre Herausforderungen zeitgenössischer Theologie (WJTh 10). Göttingen: Vienna University Press / Vandenhoeck & Ruprecht unipress, 2014, 257–277.
  • (gem. mit V. Schirl): Opfern – Morden – Ertränken. Ein interdisziplinärer Beitrag zu fiktiven Glaubenskulturen und individuellen Glaubensformen am Beispiel des Bestsellers A Song of Ice and Fire, in: W. Engemann (Hrsg.): Glaubenskultur und Lebenskunst. Interdisziplinäre Herausforderungen zeitgenössischer Theologie (WJTh 10). Göttingen: Vienna University Press / Vandenhoeck & Ruprecht unipress, 2014, 87–120.
  • Drei Kommunikationsmodi – eine Funktion? Erwägungen zum Zweck der Kommunikation des Evangeliums, in: M. Domsgen/B. Schröder (Hrsg.): Kommunikation des Evangeliums. Leitbegriff der Praktischen Theologie (FS Christian Grethlein; APrTh 57). Leipzig: Evangelische Verlagsanstalt, 2014, 33–48.