Personen, Zeichen und das Evangelium. Argumentationsmuster der Praktischen Theologie.

(APrTh; Bd. 23). Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2003, 425 S.

Die Kommunikation des Evangeliums ist ein Prozess, der von Personen auf der Basis von Zeichen gestaltet wird. Was immer einer dem anderen zu verstehen gibt, steht erstens in einem Bezug zu der beteiligten Person, die mit der Sache stets auch etwas über sich selbst und von ihren Erwartungen mitteilt. Wer etwas sagt, bedarf zweitens sprachlicher, gestischer, räumlicher Zeichen, um seiner Mitteilung Gestalt zu geben. Für die Theologie sind Personen und Zeichen darüber hinaus von besonderer Brisanz: Wer über die Modalitäten der Kommunikation des Evangeliums nachdenkt und sie als Offenbarungsgeschehen begreifen will und wer die Inhalts- und Beziehungsebene in Seelsorge und Predigt thematisieren und die Verkörperung christlicher Religion in Symbolen verstehen will, muss sich mit diesen Zusammenhängen auseinander setzen. Aus diesem Interesse entfalten die hier zusammengestellten Beiträge ein kohärentes Verständnis der Praktischen Theologie und ihrer Probleme.