Schwerpunkt 1: Analyse, Kritik und Gestaltung religiöser Kommunikationsprozesse

Eine der zentralen Herausforderung, vor der die Theologie insgesamt steht – die kritisch-konstruktive Begleitung der religiösen Praxis des Christentums –, stellt sich auf dem Gebiet der Praktischen Theologie in besonders hohem Maße: Weil es bei der Feier eines Gottesdienstes, beim Predigen und Hören, im seelsorglichen Gespräch, in den Bildungsprozessen des Unterrichts usw. um Kommunikationsprozesse geht, muss sich die entsprechende Praxis an den Prinzipien von Kommunikation orientieren.

Das hat weitreichende Konsequenzen für das Selbstverständnis der Agierenden und ihren Umgang mit der jeweiligen Gruppe, mit der sie kommunizieren, ferner für den Umgang mit Texten und anderen Zeichen, für den Gebrauch der Sprache, für die Bezugnahme auf Situationen, für die Stimmigkeit der theologischen Argumentation u. a. m. Am Institut werden verschiedenste Kommunikationsabläufe, die im Kontext religiöser Kommunikation nachzuweisen sind, interdisziplinär analysiert, didaktisch aufbereitet und in Impulse zur Kritik und Neugestaltung dieser Prozesse transformiert.